Reisebericht

Madeira - 6 Dinge die man in Funchal erleben sollte

Dienstag, Mai 02, 2017



Reisebericht Madeira 


Letztes Jahr haben eine Freundin und ich spontan beschlossen gemeinsam in den Urlaub zu fliegen. Also habe ich alle Last Minute Angebote durchforstet und bin auf Madeira gestoßen. 

Meine Freundin und ich waren sofort Feuer und Flamme dafür, als wir Portugal gelesen haben und ohne uns richtig zu informieren, haben wir den Urlaub einfach gebucht. Aufgehalten haben wir uns in Machico, wobei ich mich sehr in die Hauptstadt Funchal verliebt habe.

Unser erster Eindruck von Madeira war der Flughafen, der die Landebahn auf Stehern ins Meer verlängert hat.

Der Blick auf das Meer von unserer Hotellobby
Blick aus dem Zimmer

Allgemeine Fakten


Madeira ist eine Insel im Atlantik und trägt den Beinamen „Blumeninsel“. Wie alle Inseln, ist auch sie von Gebirgen und Felsen durchzogen. Es gibt keinen natürlichen Sandstrand. Um die Insel für Touristen noch attraktiver zu machen, wurde extra Sand aus Marokko importiert. Zu empfehlen ist hier der Strand von Calheta. In Machico – wo wir gewohnt haben – gibt es auch einen Strand. Wir waren aber nur einen Tage dort und haben den Rest am Pool verbracht. Der Wind geht auf Madeira schon etwas stärker, was dazu geführt hat, dass uns ständig Sand ins Gesicht geklatscht ist. Außerdem sind wir beide etwas erfroren und der Atlantik etwas zu kühl für uns.

Strand von Machico

Tipp: Wer aber nicht ganz auf einen langen Sandstrand verzichten möchte, sollte einen Ausflug auf die Nachbarinsel Porto Santo unternehmen.


Das Wetter auf Madeira


Kurz vor dem Abflug hatte uns die Panik gepackt, weil es dort im Juli nur 23 Grad hatte. Wir hatten Angst, dass es nicht warm genug ist. Tja was waren wir naiv. Gleich am ersten Tag waren wir beide Krebsrot, weil die Sonne nur so auf unserer Haut gebrannt hat. Die 23 Grad haben sich auf der Haut wie 45 Grad angefühlt. Der Grund dafür ist, dass Madeira so nah am Äquator liegt.

In und um Madeira gibt es permanent Wolken. Uns ist aufgefallen, dass meistens am Vormittag eine Wolkendecke über die Insel zog, die dann zu Mittag aufriss und im Gebirge hängen blieb. Uns hat das gar nicht gestört, weil wir so auch einfach länger im Bett liegen konnten oder gemütlich durch die Stadt spazieren konnten.



Wir hatten etwas Glück und nur einen etwas nicht so sonnigen Tag, aber es kann auf Madeira schon sein, dass es hin und wieder auch im Sommer regnet. Für uns war es perfekt, weil wir an dem Tag wandern waren.

Das Wetter auf Madeira ist das ganze Jahr frühlingshaft bis sommerlich. Daher ist die Insel auch im Winter ein beliebtes Reiseziel.

Dieses Klima ist bietet den besten Boden für die Vegetation, weshalb die Insel auch die „Blumeninsel“ genannt wird.

Die Menschen

Wir haben die Madererinnen und Maderier als sehr freundlich, hilfsbereit und gesellig empfunden. Wir haben hier eine einheimische Gruppe kennengelernt, mit denen ich auch jetzt noch über Snapchat und Instagram Kontakt habe. Sie waren so herzig, dass sie uns an unserem letzten Tag sogar noch im Hotel verabschiedet haben.

Der wohl bekannteste Maderier ist Cristiano Ronaldo. Es gibt für alle Fans in Funchal sogar ein CR7 Museum sowie sein eigenes Hotel. Davon kann ich leider nicht berichten, da ich kein Cristiano Ronaldo Fan bin :D

Bisschen CR7 durfte dann doch nicht fehlen

Funchal

In diese Stadt hab ich mich wahrhaftig verliebt. Mal abgesehen davon, dass die Lage der Stadt traumhaft ist und es hier so viel zu entdecken gibt, ist die Hafenpromenade einfach so großartig und gemütlich. Ich hätte Stunden einfach nur dort sitzen können und die riesigen Kreuzfahrtschiffe und die Menschen beobachten können.



Außerdem ist die Lage der Stadt einfach atemberaubend. Sie erstreckt sich vom Zentrum des Hafens aus bis hoch hinauf in die Hänge – fast wie ein Amphitheater.



6 Dinge die man in Funchal unbedingt erleben sollte


1. Gondelfahrt



Wer in Funchal ist, sollte unbedingt einmal mit der Gondel über den Hang fahren. Die Aussicht ist einfach grandios. 




Die Abfahrtstation befindet sich in der Altstadt und Ziel ist die Hügelstation von Monte. Oben angekommen sollte man zunächst den Blick über Funchal genießen und dann stehen einige Ausflugsziele zur Auswahl.


 2. Korbschlittenfahrt von Monte



Wir mussten uns bei der Ankunft am  Hügel aus Zeitgründen zwischen dem Botanischen Garten oder der Korbschlittenfahrt entscheiden. Für mich war die Korbschlittenfahrt mit Abstand die beste Entscheidung, weil ich jetzt nicht so unbedingt der Blumenfan bin. Die 10 minutige Schlittenfahrt war so lustig, dass ich am liebsten noch einmal gefahren wäre. 

Kathi hatte ein bisschen Angst, was die zwei Carreiros – so nennt man die Korbschlittenfahrer – dazu animierten, uns noch mehr zu drehen. Der Schlitten fährt nur bis zur Hälfte in den Ort zurück. Wir haben auf den Tipp unserer Reiseleitung gehört und uns nicht direkt von dort ein überteuertes Taxi zurück in die Stadt genommen. Leider haben wir den Tipp aber nur bis zur Hälfte gehört und sind, statt mit dem Bus, zu Fuß hinter spaziert. 

War zwar bisschen anstrengend, weil es ziemlich steil bergab geht, aber es war gleich ein gutes Workout.  Diesen Spaziergang möchte ich allerdings auch nicht missen, weil er uns einfach noch mehr von Funchal gezeigt hat.


3. Ein Espetada kosten




Der Fleischspieß ist das Hauptgericht von Madeira. Die Besonderheit hier ist, dass die Rindfleischstückchen auf einen Lorbeerzweig serviert werden. Die Espedadas sind wirklich köstlich und wer Madeira besucht, sollte unbedingt mindestens einen Spieß kosten. Als Beilage werden oft gebackene Maismehlwürfel (Milho frito) gereicht, aber auch Salat und Pommes.

Unseren Spieß haben wir in einem Restaurant am Hafen verzehrt. Wir haben gedacht, dass so ein Hafenrestaurant sicher viel teurer ist – schon allein wegen des Ambientes – allerdings war es hier sogar billiger als in der Innenstadt. Ein Spieß hat € 12,00 gekostet.

4. Durch die Straße Santa Maria spazieren  



Wir zwei Ahnungslosen haben uns ja wirklich nicht vorab über Madeira und Funchal informiert. So waren wir eher zufällig auf der Suche nach der wohl bekanntesten Straße Funchals. Uns wurde nämlich so der Weg zur Gondel beschrieben. Die Rede ist von der Rua de Santa Maria. Sie ist die älteste und bekannteste Straße Funchals. Im Rahmen eines Kunstprojektes wurden hier rund 200 Türen bunt gestaltet und in ein Freiluftmuseum verwandelt.

Hier haben wir übrigens auch gut gegessen. Für mich der beste Tunfisch, den ich bis jetzt gegessen habe.


 5. Einen Ausflug mit einem Catamran zu den Delphinen machen




Das war für mich war es DAS Highlight. Ich wollte unbedingt so eine Bootsfahrt machen, weil ich Delphine sehen wollte. Habe so eine Fahrt schon mal in Griechenland gemacht, aber leider keine Delphine gesehen. Hier wurden wir allerdings nicht enttäuscht. Generell ist es in Funchal so üblich, dass man einen Gutschein für eine zweite Fahrt bekommt, falls man bei der ersten keine Delphine sehen sollte. Ab und zu kann man auch das Glück haben und einen Wal sehen. Für mich war das eines der schönsten Erlebnisse meines bisherigen Lebens einen Delphine in freier Wildbahn zu sehen.



6. Wandern




Wer Madeira besucht und nicht wandern geht, verpasst echt was. Dieses Naturschauspiel auf Madeira sollte man unbedingt einmal gesehen haben. 

Eine der berühmten Levadas
Wir zwei waren absolut keine Wanderinnen, aber die Stecke haben wir ohne Probleme gemeistert. Das einzige Hindernis für mich war, dass es sich hier um Naturschutzgebiet handelt und man keine Möglichkeit hat auf ein WC gehen zu können. Auch auf dem Weg in der freien Natur tut man sich schwer, weil die paar verdeckten Ecken schon sehr benutz worden sind und auch ganz penetrant danach riechen.


Fazit


Meiner Meinung nach ist Madeira unbedingt einen Besuch wert. Gerade weil hier das ganze Jahr über fast dieselben Temperaturen herrschen, ist eine Reise im Winter sicher auch zu empfehlen. Sollte ich noch einmal nach Madeira fliegen, möchte ich direkt in Funchal unterkommen. Auf einen All-Inklusiv-Urlaub kann man hier auch leicht verzichten, weil die Preise für Speisen und Getränke echt nicht teuer sind.


Küsschen
eure Patricia

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