Empfehlung

Tote Mädchen lügen nicht

Sonntag, April 09, 2017


Empfehlung: Tote Mädchen lügen nicht

Ich weiß, der Titel der neuen Netflix-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ klingt absolut nicht einladend. Ich habe mir zuerst nur gedacht: „Was ist das denn schon wieder für ein Blödsinn“?! Aber man soll sich ja bekanntlich nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen. Die Serie ist nämlich echt der Hammer!

Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Jugendbuch von Jay Asher. Bereits das Buch stand wochenlang auf der Bestseller-Liste der New York Times und die Serie wird jetzt schon sehr hoch gepriesen. Ich hatte die ganze Staffel, die aus 13 Episoden besteht, an zwei Tagen durch, weil ich mich nicht mehr losreisen konnte.

Den englischen Titel finde ich übrigens viel besser „13 reasons why“. Produzentin ist Selina Gomez.

Achtung hier fängt der Spoiler an. Wer sich überraschen lassen möchte, sollte lieber nicht weiterlesen.

In der Serie geht es um Hannah, einer Jugendlichen die Selbstmord beging. Kurz vor ihrem Tod hatte sie auf 7 Kassetten festgehalten, wie es zu ihrem Selbstmord kam – 13 Gründe. Jede Episode handelt von einer Kassettenseite, die einer Person gewidmet ist, die einer der 13 Gründe ihres Selbstmordes ist.

Bei der ersten Kassettenseite hab ich mir noch gedacht „Hmmm das find ich jetzt nicht so tragisch, ist mir in der Schule auch passiert“. Ein Junge mit dem Hannah ausging, behauptete, dass mehr geschehen sei, als ein Kuss. Er machte ein sehr unvorteilhaftes Foto von Hannah, das sich an der Schule verbreitete. Hannah galt nun als leicht zuhaben und brachte den Stein ins Rollen. Freundschaften zerbrachen, sie wurde gestalkt und sie konnte sich auf Grund einiger Ergebnisse nicht auf den Junge einlassen, der ihr etwas bedeutet hat.

Ganz schlimm fand ich die 2 Gründe in denen es um sexuelle Gewalt ging. Das hat mich echt mitgenommen, denn man konnte den Schmerz einfach spüren. Meine Augen blieben nicht trocken. Es war einfach grausam mit anzusehen.

Ich glaube der Umstand, dass man ihren Schmerz so nachvollziehen kann und gleichzeitig weiß, dass sowas auch tatsächlich passiert, macht die Serie so emotional und glaubhaft. Sie erinnert auch ein wenig an das Schicksal von Amanda Todd.

Überzeugt hat mich auch Kate Walsh (Dr. Addison Mongomery aus Greys Anatomy) in der Rolle als Hannah`s Mutter. Meiner Meinung eine echte schauspielerische Glanzleistung. Man konnte ihr jede Emotion abnehmen.

Ob es eine zweite Staffel geben wird?

Ich denke schon. Es wurden einige Möglichkeiten offen gelassen, an die eine zweite Staffel anknüpfen könnte. Nur wird diese nicht mehr von Hannah handeln, denn die ist – so traurig es auch ist - definitiv tot.

Mein Fazit:

Unbedingt anschauen!

Mich hat die Serie echt total mitgerissen und ich habe auch davon gelernt. Denn ich hätte in meiner Schulzeit auch einer der 13 Gründe sein können. Ich war auch nicht immer nett zu meinen Mitschülerinnen und Schülern, andererseits sind mir auch einige Dinge passiert, die ich heute schlimmer finde, als damals. Vieles war mir gar nicht bewusst und mir tuen echt einige Aktionen leid, die ich damals gemacht habe. Heute sehe ich das alles durch ganze andere Augen.

Mir hat die Serie auch gezeigt, dass ich viel mehr auf meine Mitmenschen achten muss und auch mit Leuten reden sollte, die vielleicht nicht so eine Community haben. Wenn man niemanden zu reden hat, kann einen das Leben nämlich echt zerdrücken.

Das Buch selbst habe ich noch nicht gelesen, aber es steht jetzt ganz oben auf meiner Buchliste.

Küsschen
eure Patricia <3


Hier der Trailer zur Serie:




Kennt ihr das Buch? Habt ihr die Serie auch verschlungen? Was ist eure Meinung zur Serie/zum Buch?


You Might Also Like

0 Kommentare